Juli 2026
Die Energiewende ist teuer und bringt nichts? Ein neues Factsheet des WWF Schweiz beweist das Gegenteil: In den letzten 15 Jahren hat die Schweiz dank Effizienz und erneuerbaren Energien satte 31 Milliarden Franken an fossilen Importen eingespart. Geld, das im Land – und auch bei uns im Linthgebiet und im Glarnerland – bleibt, statt an ausländische Öl- und Gaskonzerne zu fliessen, die das wachsende Klimachaos für private Profite in Kauf nehmen.
Solaranlagen auf den Hausdächern, Wärmepumpen in den Kellern und immer mehr Elektroautos auf unseren Strassen. Dass diese lokale Transformation nicht nur gut fürs Klima ist, sondern auch ein handfester wirtschaftlicher Gewinn, belegen die jüngsten Zahlen des WWF.
Gigantisches Sparpotential
Die Schweiz importiert nach wie vor rund 58 Prozent ihrer Energie in Form von fossilen Brenn- und Treibstoffen. Das kostet uns jährlich rund 8 Milliarden Franken – also etwa 1000 Franken pro Kopf.
Doch ohne die bereits realisierten Massnahmen der Energiewende (bessere Dämmung, Heizungsersatz, Elektromobilität) läge diese Summe noch dramatisch höher. Der WWF hat berechnet:
- 31 Milliarden Franken an fossilen Importen wurden in den letzten 15 Jahren eingespart.
- Allein 14,7 Milliarden Franken entfallen auf die krisengeprägten Jahre 2022 bis 2024, als die Preise für Öl und Gas durch geopolitische Spannungen explodierten.
- Den grössten Anteil an den Einsparungen macht das Heizöl mit 18,5 Milliarden Franken aus, gefolgt von Treibstoffen (8,5 Mrd. CHF) und Erdgas (4,1 Mrd. CHF).
Was bedeutet das für uns in der Region Linthebene-Glarus?
Wenn wir diese Zahlen auf unsere Region herunterbrechen, wird schnell klar: Jede vermiedene fossile Tankfüllung und jede ersetzte Ölheizung ist ein Gewinn für unsere lokale Wertschöpfung.
- Geld bleibt in der Region: Wenn wir Benzin, Diesel oder Erdöl importieren, fliesst die Wertschöpfung fast vollständig ins Ausland ab. Setzen wir stattdessen auf eine Wärmepumpe, eine Solaranlage auf dem Dach oder ein E-Auto, investieren wir lokal. Die Installation erfolgt durch Glarner oder St. Galler Handwerksbetriebe. Der Strom für die Wärmepumpe und das Auto wird im Inland – und zu grossen Teilen durch unsere regionalen Wasserkraft- und Solaranlagen – produziert.
- Mehr Jobs vor Ort: Die Energiewende schafft krisensichere Arbeitsplätze in unserer Region. Während fossile Importe kaum heimische Jobs sichern, braucht es für die Installation und Wartung von erneuerbaren Systemen qualifizierte Fachkräfte direkt vor Ort.
- Schutz unserer einzigartigen Natur: Als Alpen- und Voralpenregion spüren wir den Klimawandel besonders stark. Murgänge, extreme Wetterereignisse und schwindende Winter bedrohen unsere Lebensgrundlage. Weniger fossiler Konsum dämpft die Erderwärmung und schützt die Gletscher und empfindlichen Ökosysteme in unseren Glarner Alpen und rund um den Walensee.
- Mehr Unabhängigkeit und Gesundheit: Der Ausstieg aus fossilen Energien erhöht unsere Versorgungssicherheit massiv. Zudem atmen wir in unseren Tälern sauberere Luft. Dies führt unmittelbar zu weniger Todesfällen und krankheitsbedingten Ausfällen. Weniger Hitzewellen entlasten das Gesundheitssystem und schützen besonders vulnerable Gruppen wie ältere Menschen und Kleinkinder.
Es rechnet sich – auch im eigenen Portemonnaie!
Die Energiewende ist keine reine Pflichtübung, sie ist eine finanzielle Chance für jeden Haushalt. Wer heute mit dem E-Auto fährt, zahlt auf 100 Kilometer mit Heimladestrom im Schnitt nur etwa 4.30 CHF. Kombiniert man dies mit einer eigenen Photovoltaikanlage, sinken die Betriebskosten fast gegen null und die Investitionen amortisieren sich in wenigen Jahren.
Packen wir es gemeinsam an! Wir als Energieallianz Linth setzen uns genau dafür ein: den unkomplizierten, raschen und wirtschaftlich attraktiven Übergang zu erneuerbaren Energien direkt vor unserer Haustür. Wir unterstützen und vernetzen in der Region.
- Planen Sie den Heizungsersatz?
- Möchten Sie Ihr Dach für Solarstrom nutzen?
- Möchten Sie einer Nachbarsolar Gemeinschaft (LEG) beitreten?
👉 Hier geht es zu unseren aktuellen Projekten und Beratungsangeboten
Datenquelle: WWF Factsheet „Vermiedene Fossilenergieimporte“, Juni 2026
