Unsere Region wird von einem JA zum CO2-Gesetz stark profitieren

Berggebiete wie der Kanton Glarus sind vom Klimawandel besonders stark betroffen, denn die Temperaturerhöhung wird dort etwa doppelt so hoch sein wie im globalen Mittel. Die Länge der Wintersaison in den Skigebieten hat in den letzten 50 Jahren bereits um einen Monat abgenommen und wird weiter abnehmen.

Unsere Region muss sich aber auch vermehrt gegen die Folgen von extremen Wetterereignissen schützen: längere und intensivere Regenfälle, längere Trockenperioden, heissere Sommer und heftigere Stürme. Dies führt u.a. zu grösseren Naturgefahren und wird auch immense Auswirkungen auf unsere Flora und Fauna haben. Vegetationszonen werden sich verschieben und gewisse Arten wohl ganz verschwinden.

Unsere Region erhält zur Bewältigung des Klimawandels finanzielle Unterstützung vom Klimafonds des Bundes. Damit können Anpassungsmassnahmen, zum Beispiel in der Forst- und Landwirtschaft, aber auch zum Schutz von Naturgefahren finanziert werden. Dieser Klimafonds wird sowohl von der CO2-Abgabe (1/3 der CO2-Abgabe) als auch von der Flugticketabgabe (1/2 der Flugticketabgabe) gespeist (siehe Abbildung). Unsere Region wird deshalb zweifellos zu den Profiteuren des neuen CO2-Gesetzes zählen.

Zusätzlich können innovative Firmen profitieren, wenn sie neue, klimafreundliche Technologien entwickeln. Klimafreundliches Verhalten wird aber auch bei Privatpersonen belohnt indem zwei Drittel der CO2-Abgabe und mindestens die Hälfte der Flugticketabgabe gleichmässig auf die Schweizer Bevölkerung verteilt und via Krankenkassenprämie zurückbezahlt wird. Im letzten Jahr wurde pro Person 87 Franken an die Krankenkasse angerechnet – mit dem neuen CO2-Gesetz wird diese Gutschrift höher ausfallen. Wer wenig oder gar nicht fliegt, oder wer weniger Treibhausgase als der Durchschnitt verursacht, wird somit unter dem Strich mehr Geld im Portemonnaie haben.

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Wer wenig Treibhausgase verursacht, wird in Zukunft mehr Geld im Portemonnaie haben, denn die Abgaben werden zum grössten Teil gleichmässig auf alle EinwohnerInnen verteilt

Das neue CO2-Gesetz wird aber auch für bessere Luft in unserer Region sorgen, denn spätestens ab 2026 wird es schwieriger, in schlecht isolierten Gebäuden eine Oel- oder Gasheizung wieder mit einer fossilen Heizung zu ersetzen. Gebäudebesitzer, welche ihre fossile Heizung z.B. durch eine Wärmepumpe oder andere Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen ersetzen, erhalten vom Kanton bereits heute beratende und finanzielle Unterstützung. Wegen den tieferen Betriebskosten sind erneuerbare Energien über die gesamte Lebensdauer betrachtet in fast allen Fällen kostengünstiger als fossile Heizungen. Sie reduzieren zudem unsere Abhängigkeit vom Ausland und schaffen regionale Arbeitsplätze.

Das CO2-Gesetz betrifft den Zeitraum von 2021 bis 2030. Um das Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen, werden weitere Massnahmen notwendig sein. Es handelt sich hier um einen ersten, wichtigen Schritt in die richtige Richtung, dem Sie unbedingt zustimmen sollten.