Kann und soll sich die Schweiz mit erneuerbarer Energie selber versorgen?

Am 20. Januar 2015 präsentierte der Unternehmer und ETH-Professor Anton Gunzinger die Ergebnisse seiner Energie-Simulationen. Er kam u.a. zu folgenden Schlüssen:

Die Schweiz kann sich bis 2035 zu 100% mit Strom aus erneuerbaren Quellen (Wasserkraft, Fotovoltaik, Windkraft, Biomasse-Kraftwerke und thermische Kraftwerke der KVA’s) selber versorgen. Dazu ist kein Netzausbau, keine AKW’s, keine zusätzlichen Speicherkraftwerke und keine Gaskraftwerke notwendig.

Die Selbstversorgung mit erneuerbarer Energie kostet die Schweiz insgesamt weniger als ein „weiter wie bisher“ mit Strom aus AKW’s, viel fossile Energie in der Mobilität, usw.

Die Folien des Vortrages können hier als Download bezogen werden.

Kann und soll sich die Schweiz mit erneuerbarer Energie selber versorgen?

Der renommierte ETH-Professor und Unternehmer Anton Gunzinger hat mit Supercomputern die Stromversorgung der Schweiz im Hinblick auf die Versorgung mit Erneuerbaren Energien simuliert. Dies führte zu neuen Erkenntnissen. Im öffentlichen Vortrag in Schänis wird Prof. Gunzinger die Ergebnisse erläutern.

 

Der renommierte ETH-Professor und Unternehmer Anton Gunzinger hat sich u.a. mit der Entwicklung von Supercomputern einen Namen gemacht. Seine Firma in Zürich beschäftigt heute rund 100 Mitarbeiter. Vom „Time Magazin“ wurde er sogar zu einem der 100 weltweiten Leader des 21. Jahrhunderts gekürt.

Stromversorgung im Viertelstunden-Takt simuliert

Der Elektroingenieur Gunzinger entwickelte mit seinem Team eine Software, mit der die Energieversorgung von ganzen Ländern auf Supercomputern dynamisch simuliert werden kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Studien rechnet Gunzinger beim Strom zum Beispiel nicht mit dem jährlichen Strombedarf und der jährlichen Stromproduktion, sondern er berechnet dies für jede Viertelstunde des Jahres. Anstatt einer einzigen Berechnung pro Jahr führt er somit rund 35‘000 Berechnungen für jedes Jahr durch. Dadurch lässt sich die Integration von zeitlich schwankenden Energiequellen wie z.B. Strom aus Fotovoltaik oder Windkraft und der Bedarf an Stromspeichern erst richtig prüfen.

In seinem Vortrag in Schänis wird Gunzinger die wichtigsten Erkenntnisse seiner Simulationen für die Schweiz aufzeigen und zum Beispiel auf Fragen eingehen, ob sich die Schweiz aus erneuerbaren Quellen vollständig selber versorgen könne, wie hoch die Kosten dafür wären oder ob wir fossile Kraftwerke als Übergangslösung benötigen.

Die Energieallianz Glarus-Linth und das Energieforum Linth laden herzlich zu diesem interessanten und zukunftsweisenden Vortrag ein. Der Anlass wird vom Kanton St. Gallen und dem Forum lebendiges Linthgebiet finanziell unterstützt.

Dienstag, 20. Januar, 19.30h, Mehrzweckhalle in Schänis, öffentlicher Vortrag mit anschliessendem Apéro, Eintritt frei

http://www.energieallianz-linth.ch/